Zur Enzyklopädie

Für wen ist die Enzyklopädie gedacht?

Alle an Epilepsie interessierten Menschen, nicht nur Fachleute.

Was ist sie und was ist sie nicht ?

Umfassende, aktuelle und regelmäßig aktualisierte Informationsquelle zu allen mit epileptischen Anfällen und Epilepsie zusammenhängenden Fragen. Kein Lehrbuch!

Was bietet sie und wie nutzt man sie am besten?

  • Nachschlagewerk mit zahlreichen Querverweisen zwischen den einzelnen Einträgen.
  • Viele Checklisten mit Zusammenstellungen der wichtigsten Merkmale, sowohl von Anfalls- oder Epilepsiesyndromen als auch von Medikamenten.
  • Bei Symptomen epileptischer Anfälle oder Merkmalen von Epilepsie Listen  der mit ihnen assoziierten Krankheiten und Syndrome.
  • Bei Einträgen zu Personen stets Auswahl von fünf Artikeln und meist allen Büchern.
  • Nutzung nach Bedarf, Stöbern nach Lust und Laune.

Wie lässt sie sich verbessern

Achtung: Work in progress: es gibt noch Lücken und Platzhalter (###); für Tipps bin ich jederzeit dankbar!

Herzliche Bitte: Fehler, fehlende oder unvollständige Einträge sowie Ergänzungsvorschläge können über das Kontaktformular direkt an den Autor übermittelt werden.

Für wen ist die Enzyklopädie gedacht und warum braucht es sie gerade heute noch – trotz Internet und KI?

Die Enzyklopädie der Epileptologie richtet sich an Ärztinnen und Ärzte, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Studierende, Angehörige medizinischer Fachberufe sowie an alle Menschen, die sich intensiver mit Epilepsie beschäftigen möchten. Sie soll sowohl als Nachschlagewerk für konkrete Fragen dienen als auch zur vertieften Beschäftigung mit einzelnen Themen anregen.

Gerade in einer Zeit nahezu unbegrenzter digitaler Informationsmöglichkeiten stellt sich die berechtigte Frage, ob eine Enzyklopädie überhaupt noch erforderlich ist. Informationen zu Epilepsie finden sich heute in großer Zahl im Internet, in Datenbanken, auf Fachportalen, in Lehrbüchern und zunehmend auch über Systeme künstlicher Intelligenz. Die Herausforderung besteht jedoch oft nicht im Finden von Informationen, sondern in deren Einordnung, Bewertung und Verknüpfung. 

Die Besonderheit dieser Enzyklopädie liegt daher nicht allein in der Sammlung von Wissen, sondern in dessen strukturierter Zusammenführung. Medizinische Grundlagen, klinische Erfahrung, historische Entwicklungen, biographische Informationen, wissenschaftliche Konzepte, diagnostische Verfahren, Therapieformen und gesellschaftliche Aspekte werden miteinander verknüpft und in einen größeren Zusammenhang gestellt.

Die digitale Version bietet darüber hinaus die Möglichkeit einer kontinuierlichen Aktualisierung. Angesichts des rasanten Wissenszuwachses in der modernen Epileptologie wäre eine ausschließlich gedruckte Darstellung schon kurz nach ihrem Erscheinen teilweise überholt. Die Online Version erlaubt es dagegen, neue Erkenntnisse, Klassifikationen, genetische Entwicklungen, historische Recherchen und biographische Ergänzungen fortlaufend einzupflegen und damit den Wissensstand aktuell zu halten.

Die Enzyklopädie versteht sich daher nicht als Konkurrenz zu Datenbanken, Suchmaschinen oder Systemen künstlicher Intelligenz, sondern als kuratierte, fachlich strukturierte und historisch eingeordnete Wissensquelle. Sie soll Orientierung bieten in einem Fachgebiet, dessen Umfang und Komplexität seit Jahrzehnten kontinuierlich zunehmen.

Wie stark der Wissenszuwachs (oder zumindest die Zahl von Veröffentlichungen in internationalen Fachzeitschriften) in der Epileptologie ist, lässt sich eindrucksvoll an der Zunahme der pubmed-gelisteten Publikationen in den letzten zwei Jahrzehnten (Abb. 1) verdeutlichen: eine Zunahme um rund 500 Prozent!!!

Abb. 1: Zunahme der pubmed-gelisteten Publikationen (Quelle: PubMed)

Kaum ein neurologisches Fachgebiet verbindet in vergleichbarer Weise historische Entwicklungen, klinische Erfahrung, wissenschaftlichen Fortschritt sowie grundlegende Fragen des Verständnisses von Gehirn, Bewusstsein und menschlichen Erlebens. Ziel der Enzyklopädie ist das Zusammenführen des Wissens zur Epilepsie in seiner gesamten Breite - von medizinischen und wissenschaftlichen Grundlagen über historische Entwicklungen bis hin zu biographischen Beiträgen bedeutender Persönlichkeiten, die die Epileptologie national und international geprägt haben.

Dank und Ausblick

Mein Dank geht an die zahlreichen Kolleginnen und Kollegen aus dem In- und Ausland, deren Gespräche, Hinweise, Diskussionen und vielfache Ermutigungen wesentlich dazu beigetragen haben, diese Enzyklopädie über viele Jahre hinweg fortzuführen und schließlich zum Abschluss zu bringen. Ein ganz besonderer Dank gilt meiner Frau Doris und unseren beiden Kindern Judith und Dirk,  die die langjährige Entstehung dieses Werkes mit außergewöhnlicher Geduld, großem Verständnis und unermüdlicher Unterstützung begleitet haben. Ohne ihre beständige Rücksichtnahme und Ermutigung wäre die Fertigstellung eines derart umfangreichen Projektes kaum möglich gewesen.

Wenn diese Enzyklopädie dazu beiträgt, Wissen zugänglich zu machen, historische Zusammenhänge sichtbar werden zu lassen, Erinnerungen an bedeutende Persönlichkeiten zu bewahren und die weitere Beschäftigung mit dem faszinierenden Gebiet der Epileptologie anzuregen, dann hat sie ihren Zweck erfüllt.

 

Günter Krämer

 

1. Juni 2026


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